Mastix räuchern

Harz

Botanisch: Pistacia lentiscus, Mastixbaum, Sumachgewächs

Vorkommen: Insel Chios, Griechenland

Botanische Merkmale und Vorkommen

Der baumartige Strauch wird bis zu 6 m hoch und hat gefiederte, immergrüne Blätter. Zur Harzgewinnung wird die Rinde angeritzt. Es tritt in kleinen perlen- oder tränenförmigen Kügelchen aus. Jede Pflanze liefert pro Jahr ca. 5 kg Harz. Seit antiker Zeit wird der Strauch in einer besonderen Varietät auf der griechischen Insel Chios kultiviert. Von dort stammt das aromatische Mastixharz, das zum Räuchern verwendet wird. Es verträgt sich gut mit Koriander, Lavendel, Adlerholz, Fichtenharz, schwarzem Copal, Drachenblut, Beifuß, Wermut, Holunderblüten, Lindenblüten, Weidenrinde.

Warum ist Mastix so besonders und....teuer?

Die durchsichtigen, kleinen, hellgelben Harzkörnchen sind sehr beliebt – und nicht gerade günstig. Mastix ist das Harz des wilden Pistazienbaumes. Es in Kräutermischungen zu verwenden ist Luxus pur: Es hebt den Duft der Kräuter auf sehr aromatische Art, ohne ihn zu dominieren, was leicht bei Olibanum (Weihrauch) passieren kann. In handelsüblichen Mischungen wird Mastix kaum verwendet, dazu ist es einfach zu teuer. Es verkörpert Licht und Sonne und wird besonders Menschen empfohlen, die sich schwertun, mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen.

Wie riecht Mastix beim Räuchern?

Der süßlich-würzige, harzig-frische, an Zitrusfrüchte erinnernde Duft wird auch gerne von Menschen benutzt, um den Weihrauch zu ersetzten, falls dieser nicht auf Gegenliebe stößt.

Wie wirkt Mastix beim Räuchern?

Mastix kann eine klärende, reinigende und innerlich ausgleichende Wirkung haben, auch auf die menschliche Psyche, auch bei Melancholie, Niedergeschlagenheit. Es kann wieder ein Gefühl von Helle, Klarheit und Weitsicht vermitteln. Die kleinen, rundlichen Harztropfen wirken als Sonnensprenkel für die Seele. Mastix stärkt außerdem die Intuition und öffnet für Visionen.

Besonderheiten:

Mastix ist eine wichtige Zutat in der hocharomatischen, balsamisch duftenden Kyphi-Mischung, die nach einem alten ägyptischen Rezept aus 16 Zutaten wie Harzen, Gewürzen, Beeren, Wein und Honig besteht.

Pur verräuchert vertreibt Mastix Insekten und Ungeziefer.  

Kulturelle Hintergründe

Mastix ist der Kaugummi der Antike und sorgte schon in den Harems der Osmanen für einen aromatischen Odem. 125 Tonnen Mastixharz gelangten pro Jahr in das Serail zu Konstantinopel! Im Mittelmeerraum wird es zum Würzen von Lebensmittel wie Brot und Gebäck verwendet. Besonders bekannt ist es als Zutat im griechischen Rezina-Wein.