Lieber begegnen statt plappern? Lieber fühlen statt bewerten?

17.08.2020 20:13

Lieber-begegnen-statt-plappern-Lieber-fuehlen-statt-bewerten-
Beobachtest du manchmal auch Menschen aufmerksam, wenn sie sich unterhalten, kommunizieren, ein Gespräch führen? Was fällt dir auf? Nicht immer, aber doch manchmal bis häufig. Ich sag dir, was mir auffällt - und auch nachdenklich macht.

In den meisten Gesprächen bzw. Unterhaltungen geht es nicht um das Zuhören, um das Beziehen aufeinander, auf das Begegnen. Etymologisch geht der Begriff begegnen übrigens auf entgegenkommen, entgegengehen zurück. Was jedoch tun wir, oft unbewusst und einfach aus Gewohnheit: Es werden Fetzen herausgegriffen, Gedankensplitter des Gegenübers und das wird zum Anlass genommen, um das eigene Mindset, die oft ego-gesteuerten Überzeugungen zu platzieren in Wolkenkratzerdimension. Jedoch eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem, was der andere sagen möchte, was ihn bewegt, wie er denkt, fühlt, spürt, dem wird gar nicht nachgegangen, diese Spur wird nicht verfolgt. Denn sie wird überlagert mit dem, was man selbst in Windeseile aus dem kommunikativen Hut zaubert.

Was bleibt auf der Strecke? Die wirkliche Begegnung, das Einlassen auf den Anderen, das Erforschen und Erkunden wollen von dessen Gedankenwelt, das tiefe Interesse am Gegenüber, das wirkliche Sehen und Erkennen dessen, was den anderen in innere Bewegung versetzt.

Was passiert? Jeder bleibt für sich. Aus dem Gespräch scheidend im Bewusstsein, sich selbst mal wieder bestens platziert zu haben. 
Was fehlt? Neue Erkenntnisse, spannende andere Kontexte, neues Erfahrungswelten.
Was nehmen wir mit? Das ständige Kochen in der eigenen Hirnsuppe.  
Was tun? Hier kommt mal wieder ein Impuls, den du bei einem der nächsten Unterhaltungen ausprobieren kannst: Werde zum gedanklichen Spurensucher deines Gegenübers! Wie?

- fragen, nachfragen, erfragen
- den Gedankengängen des Gegenübers folgen im Sinne von: Was ist der Ursprung seiner Gedanken? 
- verzichten auf Kommentieren, Bewerten
- in Gesprächspausen reinspüren - vielleicht sogar heilendes Schweigen aushalten
- das Gegenüber sehen, erkennen, respektieren

Ich rege ja immer gerne an, in die eigene Innenwelt abzutauchen. Das bleibt davon natürlich unberührt. Für die nächsten Tage gilt es jedoch, die Innenwelt deines Gegenübers zu erforschen: deines/r Partners*in, Kinder, Mutter, Vater, Geschwister, Freunde, Kollegen. 

Lass dich auf sie ein, ist die Botschaft. Übe dich in Zurückhaltung. Höre zu. Halte Augenkontakt. Frage, bis du überzeugt bist, jetzt -zumindest annähernd- verstanden zu haben, wie der andere tickt, was er fühlt, wie er wirklich drauf ist. Was steckt hinter seinen Überzeugungen, die ja genauso vordergründig sind wie die maskierte Mimik. Doch wie sieht es dahinter aus? Ist da ein Lächeln, oder ein trauriger Zug um den Mund, will heißen: Wie sieht es in dessen Gefühlsleben aus? Was triebt ihn um? Wieso denkt er wie er denkt? Glaubt er wie er glaubt? Was nährt seine Gefühlswelt? Und - was macht das mit dir? Was löst das in dir aus? Was spürst du in deinem Körper, wenn du mal diese Art der Unterhaltung, des Gesprächs pflegst? Welche Erkenntnisse hält das bereit?  Und - vielleicht oder auch ganz sicher - werden wir belohnt mit: Annäherung zwischen Andersdenkenden. Verständnis für vermeintliche Widersacher. Könnte spannend werden, oder nicht... ?!

Unsere begleitende Räucherungen für dieses kommunikative Experiment sind:

1. Räuchermischung Danke. Damit bedankst du dich für die vor oder hinter dir liegende Begegnung - was auch immer sie für dich bereit gehalten hat. Das machen wir leider viel zu wenig. Der Effekt eines solchen Vorgehens bringt jedoch tiefen inneren Frieden!

2. Räucherharz Guggul: Wirkt emotional ausgleichend, harmonisierend, erdend, festigend. Wunderbar als Abendräucherung, um den Tag Revue passieren zu lassen.

3. Menthol: Bringt absolute gedankliche Klarheit und Reinheit. Erfrischt, belebt, vitalisiert. Anwendung: Gib ein winziges Stückchen, ca. 0,5 cm, zu 1/2 TL Guggul pro Räucherung.
LAB.DANUM NEWSLETTER