Vorbereitung auf Imbolc/Lichtmess am 02. Februar

18.01.2018 08:00

imbolc-Lichtmess-raeuchern

Zwischenzeitlich hat das neue Jahr schon wieder einige Tage auf dem Buckel - wie wir im Schwäbischen sagen. Der Alltagstrott nach den mehr oder weniger intensiv erlebten Raunächten hat bereits wieder Fahrt aufgenommen. Doch genau jetzt heißt es dran bleiben an dem,

- was sich in den Raunächten gezeigt hat?

- was geschaut wurde?

- was wir an Gefühlen wahrnehmen durften?

Lichtmess bzw. Imbolc bietet uns dafür die perfekte Plattform, um es mal etwas salopp auszudrücken.

Schauen wir uns mal um, was tut sich denn gerade so um uns herum, in der Natur, etc.?

Unter der Erdoberfläche ist bereits ein wildes Treiben angesagt. Die Samen bereiten sich auf das Keimen vor, sie fangen an, auszutreiben. Das alles passiert noch „im Geheimen“, im Dunkeln, unter der Erdoberfläche. Die Kräfte, die dort jetzt am Wirken sind, müssen gewaltig sein. Denn so zarte Gewächse wie Schneeglöckchen bohren sich durch das gefrorene Erdreich an die Erdoberfläche und verkünden eine wunderbare Botschaft, nämlich vom Ende des Winters und dem beginnenden Frühling. Auch Winterlinge und Primeln gehören zu den ersten Frühlingsblühern. Die Pflanzenwelt zeigt uns einen beeindruckenden Prozess: Im Samen ist die gesamte Pflanze angelegt, in ihm steckt die Vision, wie sie auszusehen hat. Der allererste Schritt in die Umsetzung ist das Produzieren eines Keims. Es ist ein Entfaltungsprozess in Schüben, denn neue Wintereinbrüche wechseln sich ab mit wärmer werdenden Sonnenstrahlen. Die Pflanze hält immer wieder inne, sie kehrt jedoch nicht wieder um, sie übt sich im ständigen Wachsen. Geduldig wartet sie das beste Zusammenspiel zwischen Nährstoffen und Lichtverhältnissen ab, um ihr ganzes Potential ins Außen zu bringen.

Anfang Februar wird die Veränderung in der Natur deutlich. Es scheint, wie wenn die Luft klarer ist, die Sonnenstrahlen gewinnen an wärmender Kraft.  Das Tageslicht ist jetzt gegenüber Wintersonnwende eine Stunde länger. Volkstümliche Redewendungen wie „Lichtmess – bei Tag ess!“ machen deutlich, dass bei Tageslicht Abend gegessen wird. Bei den Bauern wurde jetzt die Feldarbeit wieder aufgenommen und die Dienstboten wechselten eventuell den Dienstherrn.

Der Februar markiert also in mehrfacher Hinsicht einen Übergang und einen Umschwung in einen neuen Abschnitt im Jahr. Die Kräfte des Winters kämpfen jedoch noch, sie bäumen sich auf und wollen sich nicht so  schnell den wärmer werdenden Temperatureinflüssen beugen. Das kann sich schnell mal zu einem ordentlichen Sturm auswachsen. Morsches Geäst und alles, was den erwachenden Kräften nicht standhält, wird hinweggefegt. Die Zeit der Reinigung ist also wörtlich zu nehmen, denn der Februar geht auf den lateinischen Wortstamm februare, reinigen zurück. Im Deutschen geht  Februar auf den Begriff „Hornung“ zurück. Es war die Zeit, in der die Hirsche ihre Geweihe abgeworfen haben, um damit Platz für ein Neues zu schaffen.

Im nächsten Blog Ende der Woche werde ich Fragen beantworten wie:

- Wie wird Maria Lichtmess bzw. Imbolc gefeiert?

- Was ist Maria Lichtmess bzw. Imbolc überhaupt? Was wird unter den Begriffen Lichtmess, Maria Lichtmess, Imbolc denn verstanden?

- Was hat Lichtmess für eine Bedeutung?

 

Danke fürs Lesen bis hierher. Ich freue mich sehr, wenn ihr jetzt zurückgeht auf Facebook und den Beitrag dort liked UND teilt, Danke! 

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