Was bedeutet die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche?

05.03.2018 17:35

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Nur an zwei kurzen Stellen im Jahreslauf halten sich Tages- und Nachtlänge genau die Waage: Am 21. März zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und im Herbst am 21. September. Die Kälte hat sich im März weiter zurückgezogen. Die Sonne zieht zunehmend höher über den Himmel und die Wärme der Strahlen wird intensiver spürbar. Die Tage werden ab jetzt wieder länger!

Das Wetter kann noch rau sein. Regen, Wind, Schnee und Sonne wechseln sich ab. Auch das Leben in der Natur zeigt sich mit einer neuen Dynamik und mit der ihr innewohnenden unbändigen Kraft. Das Keimen und Wachsen sind jedoch nicht mehr aufzuhalten. Zahllose Triebe durchstoßen – voller Zartheit – und doch mit wilder Lebenskraft den Boden. Ihre ganze  Energie ist darauf gerichtet, dem Licht entgegen, nach oben zu gehen.

Die Frühblüher haben jetzt Hochsaison, unter den ersten der Huflattich, gefolgt von Schuppenwurz, Märzenbecher, Veilchen, Anemonen, Schlüsselblumen, Lungenkraut, gelben Buschwindröschen, Blaustern und dem Bärlauch. Die Zeit für die Frühblüher ist beschränkt. Sobald sich das Blätterdach des Waldes ganz geschlossen hat, müssen sie ihren Lenbszyklus abgeschlossen haben. Nur ausreichende Sonnenstrahlen bietet ihnen das Licht, das sie für die Fotosynthese benötigen. Bei einem Waldspaziergang können Sie bereits jetzt erste Zutaten für Räuchergut sammeln: Blüten von Veilchen und Schlüsselblume. Obwohl letztere unter Naturschutz steht, dürfen Sie die Blüten ernten, die Wurzel allerdings nicht. In einer Räuchermischung sehen die blauen Veilchen und die gelben Schlüsselblumenblüten nicht nur hübsch aus, sondern entfalten eine besondere Wirkung: Sie vertreiben Traurigkeit, Schwermut und belastende Gedanken. 

Auch bei uns tut sich etwas: Es gibt nicht nur die bekannte Frühjahrsmüdigkeit, sondern auch rauschartige Frühlingsgefühle. Mit letzteren hängt die Zirbeldrüse zusammen, die das Schlafhormon Melatonin produziert. Werden die Tage länger, nimmt die Melatonin-Konzentration im Blut ab. Die Zirbeldrüse ist eine Art biologische Uhr, die dafür sorgt, dass wir den Frühling nicht verpassen. Unser Körper reagiert im Grunde noch wie das Tierreich, denn dort gilt es jetzt ans Paaren zu gehen, um den Fortbestand zu sichern! Für Evolutionsbiologen ist die Zirbeldrüse ein Überbleibsel aus vergangenen zeiten, die die saisonalen Veränderungen in der Natur auf Hormonebene anzeigt. Weitere Forscher berichten jedoch, dass der permanente Einfluss von Kunstlicht auf die Hormone die natürliche Reaktion des Körpers auf die Jahreszeiten unterdrücken würde... schade, eigentlich?! 

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