Ritualideen zum Jahreskreisfest Samhain

06.10.2017 00:00

Samhain gehört zu den wichtigsten und tiefgehendsten Jahreskreisfesten. Es ist eines der 4 keltischen Hochfeste. Jetzt geht der "Vorhang" zur Anderswelt auf. Jetzt können wir Kontakt aufnehmen zu unseren Ahnen.

 

Geeignete Räucherstoffe sind jetzt:

 

Holunderblüten, -holz, -mark, Zedernspitzen, Angelikawurzel, -samen, Wermut, Beifuß, Mistelkraut, Birkenrinde, -blätter, Lärchenharz, Lavendel, schwarzer Copal, Huichol-Copal. Wenn es Dir um eine Räucherung für die Ahnen geht, mische am besten Wacholderbeeren oder -nadeln, Beifuß, Styrax, Myrrhe, Weihrauch und schwarzen Copal. Was Du noch brauchst, sind eine kleine Wurzel und Fotos der jeweiligen Ahnen oder verstorbenen Freunde.

 

Stell' Dir Deine Samhain-Räuchermischung her und bereite einen Feuerplatz draußen im Freien oder für Drinnen eine kleine Feuerschale mit winzigen Holzspänen (Ocote oder Palo Santo) vor. Das Ritual eröffnest Du am Besten mit einer Abräucherung mit Salbei oder reinigendem Räucherwerk. Danach bereitest Du die Kohle oder das Stövchen für die Mischung vor und legst diese auf.

 

Nimm in Ruhe die Stimmung der Jahreszeit und des Augenblickes auf. Schau Dir Deine Ahnenfotos oder die Fotos des jeweiligen Seelenverwandten an. Danke ihnen für alles, was Dir in diesem Zusammenhang wichtig ist. Du kannst ein frei formuliertes Segensgebet für sie sprechen in der Art: „Meine Ahnen, ich bitte euch, mich an eurer lichtvollen Kraft und Weisheit teilhaben zu lassen. Ich bitte euch, mich helfend auf meinem Weg zu begleiten.“ Rufe Dir die besonderen Qualitäten Deiner Ahnen in Erinnerung. Du kannst ihnen Fragen stellen oder sie um etwas bitten. Schön ist es, eine kleine Opfergabe bereit zu halten, die Du auf dem Altar oder in der Natur lässt.

 

Rufe Dir gedanklich die Qualitäten und Eigenschaften Deiner Ahnen in Erinnerung, die Dich in Deiner aktuellen Lebenssituation bereichern können. Atme den Rauch ein. Fühle die Qualitäten im Herz. Puste sie ganz bewusst in die Wurzel. Eine andere Möglichkeit ist es, die Wurzel mit Fragen und Bitten, die Du an Deine Ahnen hast, aufzuladen. Sprich Deine Worte zu der Wurzel. Fokussiere Dich, keine Romane! Die Essenz ist wichtig.

 

Danach hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder verbrennst Du die Wurzel in dem vorbereiteten Feuer. Die innere Haltung dabei ist, der Geistinhalt möge sich gemäß Deiner Absicht verwandeln. Oder Du legst die Wurzel als Erinnerung an die Qualitäten Deiner Ahnen achtsam auf Deinen Räucheraltar oder auf den Jahreskreis-Tisch. Beende das Ritual, indem Du Dich noch einmal bei Deinen Ahnen bedankst. Nimm Dir Zeit dafür, der inneren Verbundenheit nachzuspüren. 

 

Eine andere Weise einer Ahnenzeremonie ist ein Speiseopfer. Du kannst etwa die Lieblingsspeise eines Vorfahren oder verstorbenen seelisch nahen Menschen zubereiten oder einen gefüllten Teller sonstiger Leckereien und das Ganze über Nacht nach draußen stellen. Nimm auf keinen Fall Fast Food. Die Speise sollte sich den Begriffen Opfer und Ehre erweisen als würdig erweisen. Die Reste kannst Du am nächsten Tag vergraben, zum Beispiel unter einem Holunderbaum, der die Schwelle in die Anderswelt markiert. Und: Heb' auch mal das Glas auf Deine Ahnen. Lasse jene, die Dir viel bedeuten, denen Du viel zu verdanken hast, mit innerer Wärme und Freude einfach einmal hochleben …

 

Ich wünsche euch eine tiefsinnige, berührende Samhain-Zeremonie,

Christine