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Herbst Tag und Nachtgleiche - Was tut sich in der Natur?

14.09.2021 16:12

Herbst-Tag-und-Nachtgleiche-Was-tut-sich-in-der-Natur-
Was nehmen wir in der Natur wahr?
Der September ist ein Übergangsmonat und wird oft als der schönste Monat im Jahr empfunden. Allmählich erlischt die Kraft des Sommers und geht über in herbstliche Reife. Auch wenn es tagsüber noch richtig schön warm ist, sind die Nächte kühl und morgens begegnen uns vermehrt Nebelschwaden über den Feldern. Der 22. September markiert den kalendarischen Herbstbeginn. Die Vegetationsperiode ist zu Ende, aber wir genießen noch die Früchte des Sommers.
Die Kräuterernte oberhalb der Erde ist abgeschlossen
Bis Oktober können die Wurzeln noch ausgegraben werden. Alant- und Angelikawurzel beschenken uns mit einem sehr aromatischen Räucherduft. Beide sind fester Bestandteil in Mischungen für Haus- und Personenräucherungen. Allerlei Wildgehölze wartet jetzt mit feinen Früchten auf: Ebereschen, Sanddorn, Weißdorn, Holunder und Schlehen. In Räuchermischungen erfreuen sie die Nase mit einer fruchtig-würzigen Note und das Auge mit einem herbstlichen Farbenspiel.
Was zeigt sich jetzt?
Auf feuchten Wiesen und Böschungen zeigen sich die Herbstzeitlosen mit ihren krokusartigen Blüten. Astern, Dahlien, Fetthenne und sogar noch Rosen sorgen zusammen mit anderen Herbstblühern für die letzten bunten Farbtupfer im Garten. In den Weinbergen wird mit der Weinlese begonnen. Je nach Witterung beginnt das Laub sich schon zu verfärben bzw. fällt ab. Wespen und Hornissen haben ihren Hauptflugbetrieb, gegen Ende des Monats endet dieser jedoch. Bei den Hirschen beginnt die Brunftzeit und bei den Vögeln sind es die großen Vogelzüge Richtung Süden. Manche Tierarten bereiten sich vor, indem ihnen so langsam der Winterpelz wächst.
Der sogenannte Altweibersommer hält Einzug...
... eine Bezeichnung für eine stabile Wetterlage mit gleichbleibend warmen Tagen. Der Begriff hat nichts mit „alten Weibern“ zu tun, sondern leitet sich von der veralteten Bezeichnung für weben, nämlich „weiben“ ab. Damit wurden die Fäden der Spinnen bezeichnet, die gerade im Herbst, wenn der Tau in den Netzen hängt, so gut sichtbar sind.
Die Menschen haben nun endgültig realisiert, dass sich der Sommer verabschiedet hat. Die letzten warmen Sonnenstrahlen werden ausgenützt. Wir sitzen vielleicht noch draußen im Café, das Gesicht Richtung Sonne gereckt, eine Decke um die Hüften geschlungen. Die quirligen, lebendigen Wochen mit vielen Aktivitäten unter freiem Himmel ziehen vor unserem inneren Auge vorbei.
Was macht es mit uns?
So langsam breitet sich etwas Wehmut im Herz aus. Es wird bewusst, dass wir etwas zurücklassen, nämlich die Leichtigkeit und den Übermut des Sommers. Ganz langsam und gemächlich bereiten wir uns auf die dunkler werdende Jahreszeit vor. Im Unterschied zur Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche nehmen wir jetzt statt Aufbruch und Neubeginn ein Gefühl der Sättigung wahr. So wie die Natur ihren Rückzug ankündigt, so spüren wir eine langsam beginnende Innenwendung.
Wer einen großen Obst- und Gemüsegarten hat, ist momentan mit Einkochen und Einlagern beschäftig. Diejenigen, die ihren Kaminofen lieben oder mit Holz heizen, überprüfen jetzt ihre Holzvorräte. Die ersten warmen Lieblingsstücke ziehen bereits in den Kleiderschrank ein. Vielleicht spüren wir sogar schon Vorfreude auf die kommende Jahreszeit, die uns einlädt, sich ihr hinzugeben bei einer Tasse Tee, warm eingekuschelt auf dem Sofa, begleitet von Räucherdüften, die uns an den sommerlichen Kräutergarten erinnern.
Herzliche Grüße, Christine
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