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Altes Brauchtum im heutigen Ostara

12.02.2021 00:00

Altes-Brauchtum-im-heutigen-Ostara

Was bedeutet die Frühlings Tag und Nachtgleiche und wie wurde sie gefeiert?

An der Frühlings Tag und Nachtgleiche, auch Ostara genannt, halten sich Tag und Nacht exakt die Waage. Helligkeit und Dunkelheit sind im absoluten Gleichgewicht. Diese Veränderungen in der Natur waren schon immer Anlass - ob nun in einem heidnischen oder einem christlichen Kontext - für Festivitäten im Brauchtum. Beispiele sind die Feldweihe oder das Osterfeuer.

Bei der Feldweihe wird an jeder Ecke des Feldes ein heiliges Kräutersträußchen, meist bestehend aus Schlüsselblume und Zweigen einer Weide zusammen mit einer Kerze in den Boden gesteckt. Im Ritual geht es darum, eine reichhaltige Ernte und Schutz für die Felder zu erbitten. An immer mehr Orten gibt es in jüngerer Zeit auch wieder Osterfeuer, die in manchen ländlichen Gegenden seit eh und je ein fester Bestandteil der Osterbräuche waren. Junge Burschen zünden auf einer Hügelkuppe ein Feuer an. Das sollte alle Felder und Äcker, von denen aus das Osterfeuer gesehen werden konnte, göttlich beschützen und segnen. Die Asche des Osterfeuers streuten sie auf die Felder aus, um sie fruchtbarer zu machen.

Ein weiterer Brauch ist das Sonnenrad aus Holz. Ein Wagenrad wurde mit Stroh und grünen Zweigen umwickelt und entzündet am Osterfeuer. Vom Hügel aus wurde es ins Tal gerollt. Dieser Brauch kündete vom Sieg der Sonne über den Winter und brachte symbolisch die Kraft und die Wärme der Sonne auf die Erde.

Was offenbart ein Blick in die Mythologie?

Im uralten Erweckungsmythos stehen der frühlingshafte Sonnengott und die junge Erdgöttin als jugendliche Gespielen im Mittelpunkt solcher Kulte. Der Sonnengott wird sich seiner immer mehr erwachenden und wilden Kräfte bewusst. Er entwindet sich der Macht des schwächer werdenden Winter. Sein erfolgreicher Kampf bringt den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit, der Tag ist ab jetzt wieder länger wie die Nacht. Der heldenhafte Gott küsst und weckt mit seinen Strahlen die schlummernde Frühlingserde, die Frühlingsgöttin, vollständig aus ihrem Winterschlaf und vereinigt sich mit ihr. Es folgt die Verlobung des Sonnengottes mit der Frühlingserdgöttin. In dieser Vereinigung wird der neue Sonnengott gezeugt, der dann neun Monate später, zur Wintersonnenwende, geboren wird.

Wie können wir diese Zeit nutzen?

Nimm dir zwischen dem 19. und 22. März Zeit, um dir folgende Fragen zu stellen: 

  • Was ist in mir im Gleichgewicht?
  • Wo spüre ich ein Ungleichgewicht?
  • Wovon habe ich zu wenig? (Liebe, Gesundheit, Arbeit, Energie, etc.)
  • Wovon zu viel? (Liebe, Gesundheit, Arbeit, Energie, etc.)
Foto by Damian Markutt on Unsplash
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