Thymian räuchern

Thymian ist als beliebtes Küchenkraut allseits bekannt. Neuerdings macht er auf sich aufmerksam aufgrund seiner durchschlagenden Erfolge als Keimtöter, gerade im Krankenhausbereich. Als Räucherwerk verdient er mindestens genauso viel Aufmerksamkeit, meinen wir. Denn er kann mit einem vielseitigen Duft- und Aromenspektrum aufwarten. Deswegen lohnt es sich, im diverse Plätzchen im Garten zuzuweisen und im Sommer einen schönen Thymian-Räuchervorrat anzulegen. So bringt er gut über erkältungsreiche Zeiten und erfreut als Zutat beim Haus ausräuchern...

Thymian räuchern

Thymus vulgaris

Lippenblütler, kriechender Halbstrauch, Mittelmeerraum, Stiel mit Blättern

Der kleine, ausdauernde, Halbstrauch mit den immergrünen Lederblättern wird bei uns seit dem Mittelalter als Gartenpflanze kultiviert. Auf Feld und Wiesen wächst der heimische wilde Thymian, der Quendel (T. pulegioides) Die kleinen Blätter sind oval, die Blüten rosafarben. Zum Räuchern ernten Sie vor der Blüte die Stiele samt Blättchen.

Was passt zu einer Thymian-Räucherung?

Thymian wie Quendel vertragen sich gut mit Rosmarin, Minze, Wacholderbeeren, Eukalyptus sowie getrockneten Zitronenschalen.  

Wie wirkt und duftet Thymian beim Räuchern?

Der große Bekanntheitsgrad der Pflanze kommt von der Heilwirkung bei Infekten – und der Verwendung als beliebtes Küchenkraut. Der Inhaltsstoff Thymol ist für die herausragende Heilkraft verantwortlich. Bei Entzug von Wasser, also im getrockneten Zustand, wird der Duft noch viel aromatischer und eignet sich für Räuchermischungen sehr gut. Thymian stärkt die Ich-Kräfte und sorgt für ein gesundes Selbstbeswusstsein, für Mut und Tatkraft. Für Kinder, die labil und schüchtern sind, ist es also gut, wenn sie den Duft regelmäßig genießen.

Kulturelle Hintergründe

Schon die alten Römer wussten, dass Thymian Fäulnis verhindern kann. Aus diesem Grund streuten sie das Kraut der längeren Haltbarkeit wegen in ihre Getreidevorräte. Zu uns kam der Echte Thymian vermutlich erst im Mittelalter. Zumindest stammen die ersten Quellen aus dieser Zeit.Die Pflanze war damals nicht nur als Gewürz, sondern auch als Grabbeigabe in Gebrauch. Der griechische Name thymos bezieht sich auf Geist und Mut – die ursprüngliche Bedeutung war jedoch Rauch sowie ein Rauchopfer darbringen.

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