Nardenwurzel räuchern

Ein sinnlich-warm-holzig-erdiger Duft entströmt der Nardenwurzel. Sehr gut zur tiefen Entspannung und als Einschlafhilfe. Jedoch Achtung: Der Handel mit der indischen Narde ist verboten, erlaubt ist nur die amerikanische Narde.

Nardenwurzel räuchern

Merkmale und Besonderheiten

Botanisch: Nardostachys jatamansi

Synonyme sind Nardostachys grandiflora DC. und Nardostachys chinensis Batalin.

Vorkommen: Die Pflanze wächst wild im Himalaya bis auf 5.500 Meter Seehöhe. Sie kommt von Afghanistan und Pakistan über das nördliche und östliche Indien, Nepal, Bhutan, das nördliche Thailand, Myanmar und Vietnam bis in Teile Chinas vor.

Bei der Nardenwurzel handelt es sich um die getrockneten Rhizome der echten, indischen Narde. Es gibt auch die amerikanische Narde (Aralia racemosa, auch amerikanischer Angelikabaum genannt).

Beim Räuchern verströmt die Narde einen erdigen, herben Duft, der eine sehr angenehme Atmosphäre schafft. Sie gehört zu den beruhigenden, erdenden, entspannenden Räucherwerken. Bestens geeignet für eine Abendräucherung zusammen mit Myrrhe oder Opoponax, Zimt, Koriander, Tolubalsam, Zeder. Die perfekte Einschlafmischung ergeben Narden- und Baldrianwurzel, Zirbeholz und –nadeln, etwas Lavendelblüten.

Der Handel mit der indischen Nardenwurzel ist verboten, da alle Teile stark gefährdet sind. Es gibt Ausnahmen, die sich auf Pflanzen aus einem Anbau beziehen und behördlich genehmigt werden müssen. Der Vollständigkeit halber habe ich sie jedoch hier aufgeführt. 

Verwechslungen mit der indischen Narde und dem indischen Baldrian

Im einschlägigen Handel finden wir viele Angebote zu Nardenwurzel, ohne dass die Art genauer spezifiziert wäre. Meistens werden aus Unkenntnis die Wurzeln einfach als Jatamansi oder Himalaya Baldrian bezeichnet und dann mit dem lateinischen Namen der Indischen Narde kombiniert. Es handelt sich hierbei jedoch entweder um

- amerikanische Narde, Aralia racemosa, mit der bedenkenlos gehandelt werden darf. Es mangelt im Netz nur an der genauen Bezeichnung. Und manch einer denkt, er räuchert mit der indischen Narde, es ist jedoch die amerikanische.

oder um

- Himalaya Baldrian, der im Handel regelmäßig und leider fälschlicherweise unter dem Namen „Jatamansi“ angeboten wird. Hier handelt es sich jedoch um den Indischen Baldrian (Valeriana jatamansi, syn.Valeriana walichii). Vermutlich führt die botanische Bezeichnung jatamansi, die sowohl die indische Narde wie auch der indische Baldrian in sich tragen, zu der Verwechslung. Die Wurzel den Indischen Baldrians hat jedoch ganz andere äußere Merkmale wie die Nardenwurzel. Ihr fehlen die vielen "Haare".