Galbanum räuchern

Galbanum ist mit unserem heimischen Fenchel verwandt, kommt jedoch aus fernen Ländern wie Syrien und dem Iran. Sein erstarrter Milchsaft hat einen Duft, der die Gedanken klären kann, jedoch auch zu inneren Traumreisen verführen kann.

Galbanum in festem Zustand:

   Foto links: Galbanum in festem Zustand wie es zum Räuchern verwendet wird.   

  Galbanum flüssig räuchern   Foto links: Galbanum flüssig, sehr rar. Phantastische Qualität, durchscheinend rötlich. Sehr intensiver Duft.

Merkmale und Botanik

Harz, botanisch: Ferula galbaniflua. Doldenblütler, staudenartiger Strauch. Vorkommen: Syrien, Arabien, Ostindien, Iran

Die Pflanze ähnelt stark dem Fenchel und ist eng verwandt mit Asant, auch Stinkasant genannt. Sie gehören zu den mehrjährigen, sehr ausdauernden und kräftigen Staudenpflanzen, die bis zu 3 m hoch werden und gelb-weißliche Dolden-Blütenstände aufweisen. Durch Einritzen in der Nähe der Wurzel tritt Gummiharz aus, das auch Mutterharz genannt wird, und die Konsistenz eines dicken Milchsaftes hat. An der Luft trocknet es ein und entwickelt sein typisches Duftaroma.Beim Räuchern verwenden Sie das noch knetartige oder bereits ausgehärtete Harz.

Wie riecht und wirkt Galbanum beim Räuchern? 

Das Mutterharz kam früher bei typischen Frauenleiden zum Einsatz. Schwangere sollten es allerdings aufgrund der abtreibenden Wirkung vermeiden. In Räucherungen hat es den Effekt, auf starke Emotionen ausgleichend zu wirken. Der sehr aromatische, balsamische, süßliche Duft mit einem tiefen Unterton mildert Angstzustände und Stress, steigert die Konzentration, bringt Klarheit in die Gedanken, begünstigt innere Weite und sorgt für Tiefenentspannung. Galbanum bereichert Räuchermischungen, da es die anderen Stoffe verbindet und den Duft intensiviert.

Womit kann Galbanum gemischt werden?

Es verträgt sich gut mit Sandelholz, Zedernholz, Sandarak und Dammar.

Kulturelle Hintergründe

In der Bibel gibt Gott Moses die Rezeptur für eine Opfermischung mit Galbanum ein, die jedoch nicht für weltliche Zwecke verräuchert werden durfte. Im antiken Ägypten war das Harz luxuriöser Bestandteil von Zeremonien und war Teil der großen Kunst des Einbalsamierens. In Griechenland zu Dioskurides Zeiten, dem berühmtesten Pharmakologen des Altertums, verräucherten es die Menschen, um Geister und Dämonen zu vertreiben und auch, um seelisch Kranke von ihrem Leid zu befreien.

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