Frauenmantel räuchern

Frauenmantel finden wir wildwachsend in den Alpen und auf den wunderbaren Wiesen des Allgäus. Berühmt geworden ist er vor allem wegen der sagenumwobenen Wirkung der Tautropfen, die sich im inneren der leicht eingerollten Blätter sammeln.

Frauenmantel räuchern Labdanum Räuchermanufaktur

Merkmale und Besonderheit

Botanisch: Alchemilla vulgaris Rosengewächse, Vorkommen: Europa

Von den über 1000 Frauenmantel-Arten sind ca. 300 heimisch in Europa. Die kleinen sommergrünen krautartigen Zwergsträucher sind ausdauernd und bilden kleine gelb-grüne, eher unscheinbare  Blütenstände aus. Die Besonderheit beim Frauenmantel, dessen stark behaarte Arten auch als Silbermantel bezeichnet werden, ist die von der Mitte aus wie gefaltet wirkende Blattknospe. Dort sammelt sich Tau oder Regenwasser an. Diese Flüssigkeit hat es in der Naturkosmetik zu einiger Berühmtheit gebracht und wird in Tinkturen und Cremes zur Schönheitspflege verwendet. Bereits zum Ende des Frühjahrs können die Blätter des Frauenmantels geerntet und getrocknet werden. Dazu werden sie schichtweise ausgelegt, die Blätter sollten während des Trocknungsprozesses jedoch nicht ausbleichen, ansonsten aussortieren.

Wie riecht und wirkt Frauenmantel beim Räuchern?

Wie der Name schon sagt, ist dieses Wildkraut besonders für Frauen geeignet. Geräuchert stärkt es die weiblichen Kräfte und Eigenschaften in uns und legt sich – auch hier gilt nomen est omen – wie ein umhüllend – schützender Mantel um das „zarte“ Geschlecht. Wer jedoch auch hier einen lieblichen Wohlduft erwartet, wird enttäuscht. Frauenmantel verströmt ein krautig-herbes Aroma. Trotz der frauenlastigen Eigenschaften, lässt es auch Männer „erweichen“: Wenn uns eine aufbrausend, starke männliche Energie fast zu viel wird, dann sollten wir einer Räuchermischung mal etwas Frauenmantel untermischen für Sanftmut, Intuition und Achtsamkeit in der gemeinsamen Atmosphäre. Früher galt Frauenmantel sogar als Aphrodisiakum, das besonders das männliche Geschlecht in Schwung bringen sollte. Heute sind zu diesem Zweck unter den Räucherstoffen jedoch wirkungsvollere Pflanzen bekannt…

Was wissen wir sonst noch über Frauenmantel?

Seinen Namen hat das Kraut seiner Ähnlichkeit mit einem gefalteten Umhang oder Mantel zu verdanken. In manchen Regionen trifft man auf die schöne Vorstellung, dass sich die Naturgeister an den mit Tautropfen gefüllten Blättern laben und waschen. Den Alchemisten widmeten sich dem optisch unscheinbar wirkenden Kraut ebenfalls aufgrund des „Himmelswassers“ in der Blattmitte, um sich damit der Herstellung des „Stein der Weisen“ zu nähern. 

Wo Frauenmantel zum Räuchern kaufen?

Es ist im gut sortierten Kräuterhandel erhältlich oder am besten durch Eigensammlung zu erhalten.