Erdrauch räuchern

Erdrauch räuchern Labdanum Räuchermanufaktur

Merkmale und Besonderheiten und Vorkommen

Giftig, Heimisches Räucherwerk

Mohngewächse, botanisch: Fumaria officinalis

Zu seinen Lieblingsplätzen gehören Ackerränder und häufig wird es im Garten als Unkraut beschimpft. Als 15 bis 30 cm hohe, einjährige Staude hat im Sommer einen traubigen, tiefrosa farbigen Blütenstand mit einer dunklen Spitze und ist in Gärten und auf Feldern zu finden. Einige Arten zeichnen sich durch gräuliche, wie angeräuchert anmutende Blätter aus. Im lateinischen als Fumus terra, also Erdrauch, bezeichnet lag die Erklärung nahe, dass die Pflanze aus dem Rauch bzw. den Dämpfen der Erde emporgestiegen ist. 

Wie duftet und wirkt Erdrauch beim Räuchern?

Erdrauch kann man gut und gerne als keltisch-germanisches Räucher-Kulturgut bezeichnen. Böse Geister und Dämonen sollte es vertreiben, da beim Verbrennen ein beißender, unangenehm riechender Rauch entsteht, der einem die Tränen in die Augen treibt, deswegen auch der volkstümliche Begriff Rauchkraut. Vermutlich hatten deswegen Klöster eine große Vorliebe für Erdrauch, um damit das richtige Kraut für den Exorzismus zur Hand zu haben. Von einem Wohlduft ist Erdrauch also weit entfernt. In einer Kombination von Kampfer, Weihrauch und Garten- oder weißem Salbei wird es jedoch zu einem starken und wirkungsvoll reinigenden Räuchergut, um Wohnräume, Büros, Orte und Plätze von schlechten Energien zu befreien. Vor allem bei Ein- und Umzügen können energetischen Altlasten auf diese Art mit einer Räucherung der Garaus gemacht werden. Wichtig jedoch: Hinterher oder auch gleichzeitig gut lüften!

Wo Erdrauch zum Räuchern kaufen?

Am besten nirgends. Das im Handel angebotene Erdrauch-Kraut stammt fast überwiegend aus den östlichen Ländern. Es ist wenig wohlduftend und eher... Massenware. Viel besser ist es, Erdrauch irgendwo zu sammeln oder im Garten selbst anzupflanzen. 

Kulturelles, mythologisches über Erdrauch

Klostergärten hatten eine große Vorliebe für Erdrauch, was naheliegt aufgrund seiner zugeschriebenen Wirkungen zur Vertreibung von Hexen, Geister und Dämonen. Zusammen mit Weihrauch soll er für diese Zwecke besonders wirkungsvoll gewesen sein. Ein weiterer Beiname, nämlich Elfenkraut, will dazu gar nicht so richtig passen, legt jedoch die Verbindung zu den Naturwesen nahe. Um sich mit diesen zu verbinden, wurde Erdrauch draußen geräuchert. So öffnete sich eine Verbindung zur Anderswelt und den Ahnen.