Beifuß räuchern

Beifuß gehört zur Familie der Artemisien und zu den allerwichtigsten keltischen und germanischen Räucherkräutern. Es war eines DER Zauberkräuter der Göttin Artemis, die sich durch ihr freies, ungebändigtes Wesen auszeichnete! Und: Seine Duft-Qualität ist am besten, wenn Sie ihn vor Ihrer Haustür sammeln, d.h. im nächstgelegenen Wald. Er begleitet bei allen Arten von Übergangsprozessen und ist ein guter Helfer beim Abschied nehmen und Loslassen.

Beifuß räuchern

Merkmale und Botanik

Botanisch: Artemisia vulgaris, Familie der Korbblütler (Asteraceae). Vorkommen: Mitteleuropa

Beifuß-Arten gibt es jede Menge und alle eignen sich sehr gut zum Räuchern. Ganz bekannt ist der Steppenbeifuß (botanisch Artemisia ludoviciana), ihm wird ein hoher Beliebtheitsgrad in der indianischen Räucherkultur zugeschrieben. Allerdings nicht zu verwechseln mit dem englischen Sage (= Salbei).

Beifuß gehört in unserer Kultur zu den ältesten und bekanntesten Räucherkräutern. Schwere, dichte Energien löst er schnell auf. Früher wurden Ställe und Wohnräume in den Rauhnächten vom 24. Dezember bis zum 6. Januar zusammen mit Salbei , Fichtenharz und Wacholder von den tristen Energien des Winters gereinigt. Abends entspannt er, beruhigt die Nerven und wärmt innerlich. In Phasen der Veränderung unterstützt er das Loslassen und den Neubeginn. Beifuß kann die Wahrnehmung schärfen und bei innerem Schwanken und Unsicherheit unterstützt er eine geradlinige Ausrichtung und Haltung.

Wie riecht Beifuß?

Der Duft ist herb-würzig-kräuterig mit einer kampferigen Note.

Wie wirkt Beifuß? Wie wird Beifuß beim Räuchern angewendet?

Beifuß wird als Schutz-, Segens- und Reinigungsräuchewerk eingesetzt. Er soll außerdem die weiblichen Elemente und das intuitive Herangehen an Themen und Dinge in uns fördern.

Ein ganz wichtiger Begleiter ist er in allen Abschieds- und Trauerprozessen, auch in Übergangsritualen ist Beifuß ein wudnerbarer Räucherbegleiter.

Beifuß als Räucherwerk wird in Nepal zur Meditation und als Heilmittel bei Kopfschmerzen eingesetzt. Er soll die Kanäle öffnen und reinigen (Kreislauf und Nervensystem) und Schmerzen lindern.

Achtung: Der Geruch kann den Appetit anregen, ist jedoch auch keimtötend.

Wie wird Beifuß geräuchert?

Beifuß kann auf dem Stövchen und auf der Kohle geräuchert werden. Wenn du eine Vorliebe für das Räuchern auf der Kohle hast, dann streue über die durchgeglühte Kohle etwas Sand, das dämpft die Hitze und das aufgelegte Beifußkraut verbrennt nicht so schnell.

Wozu passt Beifuß beim Räuchern?

Beifuß kann mit fast allen heimischen Räucherstoffen kombiniert werden wie beispielsweise Wacholder, Fichtenharz, Kiefernharz, auch deren Nadeln, Tannenharz, Zirbenholz und -nadeln, Zirbenharz, Bernstein

Die Aura reinigen mit Beifuß

Beifuß kann auch zu kleinen Kugeln geformt und in einer Abaloneschale direkt angezündet werden. Dann entwickelt sich sofort Rauch und ein sehr herber und würziger Duft, den Beifuß-Räucherkenner jedoch sehr schätzen. Diese Art der Anwendung eignet sich sehr gut, um am Abend die Schwingungen und Energien des Tages aus der Aura zu räuchern und sich feinstofflich zu reinigen.

Beifuß kaufen?

Ist eigentlich nicht nötig. Beifuß kann sehr gut selbst gesammelt werden, er wächst bei uns üppig in freier Natur und kann auch im Garten angepflanzt werden.

Räuchermischung mit Beifuß:

Wildkräuter energetisierend-stärkend

Jahreskreismischung Samhain, 01. November

Boden unter den Füßen