Kieferngewächs, Baum

Vorkommen: Alpen, Karpaten

Botanische Merkmale und Vorkommen

Die Zirbelkiefer, auch Arbe oder Arve genannt, kann bis zu 1000 Jahre alt werden und eine Wuchshöhe von bis zu 25 m erreichen mit ihrer überaus dichten Benadelung. Wir finden in hauptsächlich in Höhen zwischen 1800 und 2500 Metern in den kontinentalen Zentralpalpen. Im schweizerischen Unterengadin ist der größte zusammenhängende Zirbenbestand, aber auch in Österreich ist die Zirbe weit verbreitet. Zum Räuchern eignen sich das in kleine Holzspäne geraspelte Holz und die Nadeln.

Was kann zusammen mit Zirbe geräuchert werden?

Es verträgt sich gut mit den getrockneten Schalen der Zitrone, Wacholder, Lemongras, Angelikawurzel, -samen, Birkenblätter, Myrte, Eukalyptusrinde, -blätter, Baldrian, Lavendel.

Wie riecht Zirbe?

nadelig, waldig, frisch, holzig

Wie wirkt die Zirbe beim Räuchern?

Die Zirbe ist nachweislich das sanfte „Valium“ unter den Räucherstoffen, es fördert das Ein- und Durchschlafen, besonders in Verbindung mit Baldrian und Lavendel, und sorgt so für einen ausgeruhteren Organismus am Morgen. Es hilft auch bei Schwäche, Mut- und Energielosigkeit und sorgt mit seiner aufbauenden Kraft für ein Stabilisierung. Das Holz hat in den letzten Jahren einen wahren Aufschwung erlebt durch die nachgewiesene Wirkung als Schlafhilfe. Zwischenzeitlich werden Betten, Kissen u.a. aus Zirbe hergestellt. Der waldig-holzige Duft hat außerdem seine Heilwirkung bei Erkrankungen der Atemwege bewiesen. Als Einreibung wirkt das Öl stärkend und durchblutungsfördernd.

Kulturelle Hintergründe

Die Zirbe wird auch Königin der Alpen genannt, was ihr 2011 auch die Ehrung als Baum des Jahres einbrachte. In alten Bauernhäusern in Österreich oder der Schweiz finden wir heute noch Stuben und Gasthäuser, die komplett mit Zirbenholz ausgestattet sind. Sie hat immer für einen guten Duft gesorgt und soll ein diplomatisches Verhandeln unterstützt haben.