12 heilige Nächte - Weshalb gerade 12 Rauhnächte?

05.08.2018 17:33

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Astronomische Berechnung: Weshalb 12 Rauhnächte?...

Die zwölf Heiligen Nächte ergeben sich astronomisch durch den rechnerischen Unterschied zwischen dem Mond- und Sonnenjahr. Denn der Mond benötigt 29,5 Tagefür seinen Umlauf. Zwölfmal im Jahr umkreist er die Erde, das sind also 354 Tage und nicht 365. Als Differenz bleibt also eine Zeitspanne von etwa zwölf Tagen (in einem Schaltjahr sind es exakt zwölf Tage).

Die genaue Festlegung der Rauhnachts-Zeit ist eine Sache der Auslegung. Geht man vom 1. Januar aus, endet das Mondjahr am 21. Dezember. Werden nun die zwölf Raunächte dazugerechnet, landen wir wieder beim Ausgangspunkt 1. Januar. Sie sind dann weder dem alten Mond- noch dem neuen Sonnenjahr zugehörig. Die Zeitdauer vom 21. Dezember bis 1. Januar orientiert sich in diesem Fall also an den kosmischen Vorgaben.

Das christliche Kirchenjahr nimmt als Ausgangspunkt für die Heiligen Nächte dagegen den 25. Dezember an. Ursprünglich war die Geburt Jesu auf den 6. Januar datiert. Im vorchristlichen Mithras-Kult, eine aus Persien und Indien stammende Lehre zur Verehrung der Sonne, war jedoch der 25. Dezember der höchste Feiertag. Es war der Tag von Mithras, Lichtbringer und Sonnengott. Im 4. Jahrhundert übernahm Rom dieses Datum für die Geburt Jesu. Dadurch ergab sich der Rauhnachts-Zeitraum 25. Dezember bis 6. Januar.
 
 

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