Wacholder räuchern

Juniperus communis

Auch Weckolder, Kranewitt, u.a.

Zypressengewächse, strauchartiger Baum

Vorkommen: Europa, Nordasien, Nordchina, Nordamerika, Nordafrika 

Verwenden zum Räuchern: Triebspitzen, Holz, Beeren

Merkmale und Besonderheiten

Der zylinderförmig wachsende Strauch oder Baum erreicht eine Höhe von bis zu 5 m. Die blaugrünen Blätter sind spitz, stechend und nadelartig. Die blauschwarzen Beeren benötigen 2-3 Jahre, um zu reifen. Wacholder prägt das typische Landschaftsbild der Lüneburger Heide und der schwäbischen Alb. Zum Räuchern verwenden Sie die Triebspitzen, das Holz und die Beeren.

Womit verträgt sich Wacholder beim Räuchern?

Der Duft verträgt sich gut mit Kampfer, Menthol, Bernstein, Salbei, Zeder, Rosmarin, Thymian,  weißem Copal, Copal im Maisblatt, Fichtenharz, Kiefernharz, Waldweihrauch, Weihrauch Somalia, Weihrauch grün.

Wirkung und Anwendung

Der fruchtige, süßlich-würzige Duft kann am besten den leicht angequetschten Beeren entlockt werden. Seine Inhaltstoffe kommen auch in Piniennadeln, im Majoran und Lorbeer vor. Sie reichern jeden Räucherung an, die wachmachen soll – der Name Wacholder ist bereits Programm. Er darf in keiner Haus- und Stallräucherung fehlen, da seine reinigende Kraft für eine neutrale, erfrischte Atmosphäre sorgt und als schwer und dicht empfundene Energien auflöst.

Kulturelle Hintergründe

Im Volksgauben herrschte die Überzeugung, dass die Zweige mit den starren und stechenden Nadeln Teufel, Hexen und andere böse Geister abwehren. Ein Wacholdersträußchen am Hut symbolisierte magischen Abwehrzauber gegen den Teufel. Die in den Frauendreißgern gesammelten Wacholderbeeren wurden zu Schnaps – wie Gin – gebrannt und kamen als Gegengift bei bösem Zauber zum Einsatz. In zahlreichen Traditionen und unterschiedlichen Regionen kam dem Wacholder immer eine antidämonische, bösen Zauber bannende Wirkung zu.