Die drei Nornen - Schicksalsgöttinnen in den Raunächten

01.09.2018 18:22

Nornen-Schicksalsgoettinnen-Raunaechte

Nornen - Die Schicksalsgöttinnen der Raunächte...

In der nordischen Mythologie lässt sich schön erkennen, wie die Menschen mit ihren Göttern und Göttinnen schicksalhaft verbunden sind. Die drei Nornen Urd, Werdandi und Skuld ist der Name der für das Schicksal der Menschen verantwortlichen Göttinnen. Sie haben besonders in den Raunächten am Urdbrunnen, der die Wurzeln am Fuße des Weltenbaumes Yggdrasil gespeist hat, die Fäden des Schicksals gesponnen.

Es wird oft als "Aberglaube" abgetan, dass die Menschen in den Raunächten davon überzeugt waren, Arbeiten bringe Unheil im neuen Jahr. Deswegen sollten in den heiligen 12 Nächten die Spinnstuben geschlossen bleiben. Es gibt jedoch aus dem mythologischen Kontext, in dem sich die Menschen damals bewegt haben, eine einfache Erklärung für das Arbeitsverbot: Dem schicksalhaften Spinnen der Nornen sollte nichts in die Quere kommen. Sie durften beim Spinnen der Schicksalsfäden nicht gestört werden. Das Spinnen oblag ihnen alleine, niemand sollte dazwischenfunken, schon gar nicht eine menschliche Hand. Tiefe Überzeugung und der Respekt vor dem Wirken der drei Schicksalsgöttinnen in dieser Zeit veranlasste die Menschen, die Arbeit ruhen zu lassen und die Spinnstuben zu verschließen. Denn die drei Nornen sind für Beginn und Ende des Lebens verantwortlich: Urd und Werdandi beschützen die Neugeborenen. Skuld zeichnet für deren zukünftiges Leben und damit auch für den Tod. 

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