Mariengras, Süßgras räuchern

Heilpflanze, Gras-Art, auch Ruchgras, Vanillegras, Büffelgras, Duftgras genannt

Botanisch: Hierochloe odorata

Vorkommen: Europa, Asien, Nordamerika

Botanische Merkmale, Vorkommen

Süßgras, Mariengras und Ruchgras gehören zur selben Pflanzenfamilie. Das grasgrüne Süßgras wächst jedoch in den Steppen und ausgedehnten Prärien Nordamerikas, das dunkelgrünere Mariengras finden wir auch in heimischen, jedoch feuchten Gefilden. Auf unseren Wiesen wächst das Ruchgras wild, das dem Heu seinen betörenden, an Waldmeister erinnernden Duft entlockt.

Wie riecht Süßgras?

Nach Cumarin, Heu und Waldmeister. Warm, weich.

Wie wirkt Süßgras beim Räuchern?

Zur Steigerung der Sinneslust und für eine zuversichtliche Stimmung. Verspricht Entspannung, Regeneration, Ruhe und Hoffnung. Heilsam auf Niere und Schilddrüse. Das wunderbare Aroma von Sügras breitet eine heiter-sinnliche Stimmung aus, öffnet das Herz, flüstert uns tröstende Worte ins Ohr, schenkt dem Körper und den Nerven eine Welle der Entspanung und sorgt für inneren Frieden.

Bei uns ist es auch unter dem Synonym Mariengras bekannt. Sein Verwandter, das Süßgras aus Nordamerika, ist noch aromatischer: Sein betörender Duft erinnert an getrocknetes Heu. Es gibt kaum jemanden, der darauf nicht positiv reagiert. Leichtigkeit, Wärme und Gemeinschaft verbinden wir mit diesem Aroma. Es öffnet die Herzen und erfreut. In der indianischen Räuchertradition gehört es zu den wichtigsten Räucherkräutern. Es soll außerdem die  weiblichen Eigenschaften stärken und positive Energien anziehen.

Kulturelle Hintergründe

In Polen verleiht das Bisongras dem Nationalgetränk Zubrowka ein charakteristisches Aroma im Wodka. In seiner indianischen Heimat ist das Süßgras in allen Räucher-Zeremonien anzutreffen, denn es soll alle guten Geister und Begleiter anziehen. Es wird in Schwitzhütten, Reinigungsritualen und bei der Visionssuche eingesetzt und empfohlen, um die weiblichen Urkräfte zu stärken.