Kalmus räuchern

Holz, Wurzel

Botanisch: Acorus calamus, Aronstabgewächs, Sumpfpflanzemf

Vorkommen: Asien, Mittel- Osteuropa

Botanische Merkmale und Vorkommen

Kalmus zählt zu den Röhrichtpflanzen und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von ca. 80-100 cm. Das daumenstarke Rhizom riecht sehr aromatisch und hat Kalmus als Gewürz-und Heilpflanze bekannt gemacht. Zum Räuchern werden die getrockneten, klein geschnittenen Wurzeln verwendet. Sie vertragen sich gut mit Dammar, Gingko, Labdanum, Zypresse, Lemongras, Weihrauch, Zimtblüte, Orangen- und Zitronenschalen.

Wie riecht Kalmus beim Räuchern?

würziger, holzig-erdig, frisch, pfeffrig

Kalmus geräuchert - wie wirkt es? 

Sein Einsatz- und Wirkungsfeld ist umfassend, es ist seit dem Altertum als Räuchwerwerk bekannt.

Kalmus kann ein schwächelndes Nervenkostüms stärken und ausserdem die Zuversicht und das Vertrauen stärken, sich authentisch zu zeigen und auszudrücken.

Kalmus wird ein reinigender und regulierender Charakter zugeschrieben. Immer, wenn wir den Eindruck haben, dass wir gerade KEINE Bäume ausreißen können, dann sollte eine Kalmusräucherung her! Sie bringt uns wieder zu Kräften, regeneriert in Phasen der Erschöpfung und Lethargie und nach Krankheit. 

Auch wenn wir uns innerlich ausgelaugt fühlen und unsere geistige Leistungsfähigkeit nicht gerade auf einem Höhepunkt ist, dann unterstützt Kalmus. Aber bitte dann pur geräuchert. Das Aroma vermittelt Kraft und wir spüren wieder, wie es ist, im Vertrauen zu sein.

In der indianischen Räuchertradition wird Kalmus auch zu Reinigungszwecken bei Zeremonien verwendet und für hygienische und atmosphärisch reinigende Räucherungen eingesetzt.

Was passt zur Kalmuswurzel beim Räuchern?

Tolubalsam, Guggul, Ocoteharz

Für eine vitalisierende und anregende Räucherung mischen Sie:

1 Teil Kalmus, 1 Teil Rosmarin, 1 Teil Thymian, 1/2 Teil Wacholder, 1/2 Teil Wacholderbeeren, 1 Teil Sandarak

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Die Geschichte des Kalmus

Erst im 17. Jahrhundert kann man Kalmus als eingebürgert bezeichnen. Im Mittelalter und auch in den Kräuterbüchern der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Kalmus immer als ausländische Droge bezeichnet. In der Volksmedizin war Kalmus immer von großer Bedeutung als Magenmittel, bei Zahnproblemen, Husten und Schwindsucht. Zerstoßenes Kalmuskraut soll bei den Letten die Flöhe in den Betten vertrieben haben. Im Bayrischen sollte ein Stück Kalmuswurzel im Hosensack von einem Schlaganfall schützen. In den Masuren wurde an Johanni den Kühen Kalmus verabreicht, es sollte sie vor Behexung schützen. Und im Norden Deutschlands findet sich zu Pfingsten der Brauch, in und vor dem Haus Kalmusblätter zu verstreuen. In Süddeutschland wandelten Fronleichnamsprozessionen auf Kalmusblättern ihrem Ziel entgegen.