Guggul räuchern

Harz, Baum

Botanisch: Commiphora mukul, Balsambaumgewächs

Vorkommen: Indien, Pakistan

Synonyme: Gugulipid, Loban, Bedolachharz, Bedellium, Bdellium, Gum guggulu, indische Myrrhe

Botanische Merkmale und Vorkommen

Der dornige, strauchartige Baum ähnelt dem Weihrauch- und Myrrhebaum und liebt trockenen und steinigen Untergrund. Guggul wird durch seine enge Verwandtschaft mit Myrrhe auch als indische Myrrhe bezeichnet. Das gelbliche bis braune Harz wird durch das Einschneiden oder Einritzen der Rinde gewonnen. Zum Räuchern wird das zerkleinerte Harz verwendet, es passt gut zu Nelke, Koriander, Kardamom, Benzoe Siam oder Sumatra,  Weihrauch, Wacholder, Zimtblüte, Zeder.

Wie duftet Guggul?

Der Duft erinnert an Myrrhe, er ist tief, erdig, orientalisch, jedoch mit einer vanilligen Note. Auch als balsamisch süß und fein herb-harzig wird der Duft wahrgenommen.

Wie wirkt Guggul?

Gemischt mit Salbei soll Guggul Verspannungen im Körper lösen und die Atemwege befreien. Insgesamt wird ihm eine luftverbessernde Wirkung zugeschrieben. Emotional begleitet Guggul in die Entspannung, ein sanftes “cool down” führt zu innerer Balance und Harmonie. Auch bei einem nervösen Nervenkostüm und schlechtem Schlaf ist es ein guter Räucher-Unterstützer. .

In Indien gehört Guggul zu den besonders beliebten Räucherharzen. Ihm werden viele heilkräftige Wirkungen zugeschrieben: Es soll als Verjüngungsmittel wirken, bei Heuschnupfen das Nervensystem reinigen und sogar als Aphrodisiakum seinen Zweck erfüllen!

Typischerweise wird Guggul am Abend geräuchert, er bringt die Gedanken des Tages zum Stillstand und schenkt innere Gelassenheit. In der ayurvedischen Medizin wird Guggul zur allgemeinen Vitalisierung geräuchert, denn er wirkt auch aufbauend und stabilisierend. Auch bei  Erkältungen und Heuschnupfen bringt es Erleichterung. 

Rezept für eine Räuchermischung zur Aurareinigung:

Guggul, weißer Salbei und Alantwurzel. Zu gleichen Teilen mischen.

Kulturelle Hintergründe

In Indien, Tibet und Nepal wird das Harz bei Ritualen zu spirituellen, magischen und heilenden Zwecken geräuchert. Schon im antiken Rom wurde Guggul aus Indien importiert. Neuerdings hat es als Appetitzügler, der den Erfolg von Diäten begünstigt, viele Anhänger gefunden und erfährt zudem eine Renaissance in Form von cholesterinsenkenden Kapseln, die die Rezeptoren der Leber aktivieren sollen.