Galgant räuchern

Holz, Wurzel, Ingwergewächs, Staudenartige Pflanze

Botanisch: Alpinia officinarum, Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Thai Ingwer, Alpinia galangal, Kaempferia galanga

Vorkommen: China, Tailand, Indien, Indonesien. Anbau in ganz Südostasien

auch genannt: Kleiner Galgant oder Siam-Galgant

Botanische Merkmale und Vorkommen

Galgant ist eine krautartige Pflanze, die eine Wuchshöhe von ca. 2 m erreicht. Die knollenartigen Rhizome bilden einen scharf – würzigen Geschmack aus, der durch eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen und Harzen ausgebildet wird. Zum Räuchern werden die klein geschnittenen oder sogar gemahlenen Wurzeln verwendet. Es verträgt sich gut mit Süßholz, Kalmus, Galbanum, Wacholder, Weihrauch, Ginseng, Salbei, Thymian, Minze, Wermut, Beifuß, Meisterwurz.

Wie riecht Galgant?

scharf-würzige,  holzig-kampferige, eukalyptus- und zimtartigen Noten

Wie wirkt Galgant und wie wird Galgant beim Räuchern verwendet?

Das breite Aromenspektrum kann eine stärkende, kräftigende, erdende und zentrierende Wirkung haben. Der innere Heiler kann aktiviert werden. Vertrauen zu sich selbst wird spürbar und ein Gefühl der Weite und Zuversicht kann sich einstellen. Sollten wir uns erschöpft und niedergeschlagen fühlen, hilft Galgant auf die Beine und bringt alle Energien im Körper zum Fließen.

Er passt in alle Mischungen, die zum Beispiel nach Krankheit und in Zeiten der Rekonvaleszenz den weiteren Heilungsprozess unterstützen sollen.

Kulturelle Hintergründe

Bereits für die Äbtissin Hildegard von Bingen, die sich bereits vor über 800 Jahren mit der Naturheilkunde befasste, war Galgant ein starkes Heilmittel. In der tibetischen und ayurvedischen Heilkunde  hat es seinen festen Platz und das seit Jahrtausenden. Auch in der Antike war er schon ein begehrtes Handelsgut und wurde vom Himalaya nach Rom, Mesopotanien und Griechenland geliefert. In unsere Breiten gelangte er im Mittelalter und war dann zu Heilzwecken nicht mehr wegzudenken. 

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